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dROH-Briefe - das letzte bisschen Original-ROHland

Dates - 18.03.05

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scoolz.de:




Lukas - Heike (scoolz.de):

> Wie fühlt man sich als erfolgreicher deutscher Songwriter? Der Song für Yvonne Catterfeld war immerhin sechs Wochen auf Nummer Eins...
“Ich habe das noch gar nicht realisiert. Umso erfolgreicher man wird, desto mehr Druck macht man sich. Ich weiß nicht, wann mir das noch einmal gelingt, in einem Jahr vier oder fünf – ich habe gar nicht mehr mitgezählt – Top-Ten-Hits zu haben.”

Wie hast du an “Für Dich” gearbeitet?
“Bei Catterfeld kam die Plattenfirma mit einem Bohlen-Song auf Englisch auf mich zu – also mit einem englischen Arbeits-Text. Ich sollte den Text nicht etwa übersetzen, sondern einfach einen deutschen Song daraus machen. Da habe ich dann “Für Dich” draufgeschrieben. Die Ansage war: ‚Mach` so etwas Großes wie ‚Flugzeuge Im Bauch‘!‘ (lacht). Ich sagte: ‚Ach, wenn‘s nur das ist... Das mache ich mal eben in fünf Minuten (lacht)!‘ Ich habe dann eine Woche drangesessen. Es war ein ziemlich hoher Anspruch damit verbunden. Am Ende ist jede Zeile eine Chefzeile gewesen.”

Wie viele Stunden sitzt du sonst an einem Song?
“Das ist das Absurde: Manche Texte schreibt man in fünf Minuten. Andere Texte muss man immer wieder weglegen und sich immer wieder dransetzen. Was ich jetzt gemerkt habe, ist: Um Texte richtig speziell hinzukriegen und eigenständig zu gestalten, muss man sehr lange dran schrauben. Damit dann Zeilen drin sind wie ‚Ich dreh so lang an der Erde, bis du wieder bei mir bist‘. Das sind Zeilen, die es so noch nicht gab und die vielleicht in zehn Jahren noch zitiert werden. Einen Text für Big Brother schreibt man natürlich ein bisschen schneller.”

Wie lange kann man von einem Hit leben?
“Das ist schwer zu beurteilen, weil es auch darauf ankommt, ob der Titel ein Radio-Hit ist und ob er viel im Fernsehen gespielt wird. Aber ich muss in den nächsten Jahren auf jeden Fall nicht auf die Straße gehen und betteln. Aber ich habe alles andere als ausgesorgt - zumal ich mich auf Deutsch beschränke. Leute, die international arbeiten und weltweite Hits landen, sind natürlich in einer anderen Kategorie. Ich bin halt nur so’n National-Spacken (lacht)!”

Welche anderen Songschreiber bewunderst du?
“Rio Reiser – obwohl, den kann man ja nicht mehr bewundern. Nee, also bewundern kann man ihn noch, aber er kriegt es halt nicht mehr mit. Rio Reiser hat eine direkte Sprache. Er erzeugt mit kleinen Worten – also mit nicht geschwollenen Worten – ganz großes Kino.”

Was hälst du von Xavier Naidoo und Herbert Grönemeyer?
“Xavier Naidoo ist großartig – auf jeden Fall. Bei Grönemeyer gibt es immer wieder Sachen, die ich nicht mag, und die so anecken bei mir, wenn ich sie höre, dass ich sie schon wieder gut finde. ‚Flugzeuge im Bauch‘ ist natürlich Weltklasse. Und die neuen Sachen sind unantastbar.”

Was ist für dich der beste Song, der je geschrieben wurde?
“Ich habe gestern im Flieger gesessen und mir überlegt, ob Reinhard Mey ‚Über den Wolken‘ auch wirklich über den Wolken geschrieben hat. Dann ist mir dieser Text wirklich klar geworden. Das ist ein Wahnsinns-Text und ein unglaublicher Song.”

Was muss man machen, um mit der deutschen Sprache so umgehen zu können wie du es kannst? Wie kann man das lernen?
“Mit 14 hatte ich ja schon die Aufgabe zu texten, konnte es aber noch nicht. Ich habe selber gesungen und wollte auch eigene Songs machen. Aber ich hatte noch nichts zu erzählen. Das ist Punkt Eins: Man muss etwas zu erzählen haben. Man muss richtig durch die Scheiße gehen, um auch darüber schreiben zu können. Dann ist es auch wichtig, dass man seinen Wortschatz irgendwie pflegt, was ich allerdings nie richtig gemacht habe. Eigentlich müsste man viel lesen, damit man viele Wörter in seinem Gehirn speichert. Man muss ein Gefühl für Sprache haben und Wörter gut drehen und wenden können. Und wichtig ist auch, dass die Sprache klingt. Dabei ist es sehr gut, wenn man selber auch singen kann, weil man dann ein Gefühl dafür hat, was ein Sänger singen kann und was nicht. Viele Sänger sind sehr empfindlich bezüglich der deutschen Sprache, weil sie für sie oft eckig ist. Man darf also nicht eckig schreiben. Okay – Grönemeyer schreibt eckig. Aber er benutzt es als Stilmittel. Die Kunst ist, die deutsche Sprache irgendwie weich zu machen. Und ansonsten: Ich mache vieles intuitiv. Entweder man hat dafür eine Gabe und pflegt sie oder nicht.”

Hat ein Texter und Komponist Aussicht auf eine längere Karriere als ein Sänger?
“Auf jeden Fall. Als Sänger wird man meistens irgendwann zu seiner eigenen Karikatur. Als Texter kriegt man immer mehr Lebenserfahrung und wird dadurch eigentlich immer besser.”

Wärst du nicht auch gerne Popstar?
Nee. Ich bin nicht so gerne umwuselt und so. Wenn es passiert, ist es okay. Ich mache ja jetzt mit Oli ein Paar Sachen, bei denen ich auch mit auftrete. Aber ich will das nicht auf Teufel komm raus. Es ist auch sehr angenehm hinter den Kulissen. Es ist ein sehr anstrengendes Leben als Popstar.”

Stimmen eigentlich die Gerüchte – das war zur Zeit von Roh – dass du dich gelegentlich auf der Bühne übergeben hast?
“Bei Roh ist bei mir das passiert, was eine verspätete Jugend ist. Ich habe ja nie eine wirkliche Jugend gehabt, und hatte bis zum 22. Lebensjahr nichts getrunken. Dann habe ich einfach alles nachgeholt. Ich war ständig auf Wodka und habe fünf Jahre lang allen möglichen Scheiß gemacht: Leuten auf die Fresse gehauen, wenn sie Mülltonnen auf die Bühne geschmissen haben. Natürlich musste man sich auch mal übergeben auf der Bühne, weil man eine leichte bis schwere Alkoholvergiftung hatte. Das ist eine ziemlich heftige Zeit gewesen. Es gibt auch einen Dokumentarfilm ‚Wie kriege ich die Zeit bis zu meiner Beerdigung noch rum?‘. Aus dieser Zeit habe ich zum Glück nach fünf Jahren den Absprung gefunden.”

Wie hast du das geschafft?
“Mit psychologischer Hilfe natürlich! Ich bin in eine Klinik. Ich habe keinen Alkoholentzug gemacht, aber mich dort von den Folgen der fünf Jahre erholt. Wenn man fünf Jahre säuft, schluckt man auch viel `runter. Das kommt dann alles hoch. Das kann so schmerzhaft werden, dass man das alleine nicht mehr schafft. Ich war drei Monate in der Klinik und habe den ganzen Scheiß aufgearbeitet. Und jetzt ist es auch vorbei. Jetzt will ich nicht mehr so viel zurückgucken. Wenn es verarbeitet ist, dann muss man irgendwann die Türen weder zumachen.”

Die Erfahrung nimmst du sicher mit als Hintergrund für deine Texte.
“Ja. Man schreibt am besten über Sachen, die man schon mal erlebt hat. Ich habe schöne Momente in meinem Liebesleben gehabt. Ich habe auch schlimme Momente gehabt, wo ich dachte, ich müsse mir jetzt die Kugel geben. Ich habe schon ziemlich viele Facetten kennen gelernt, und ich bin ich auch ganz froh darüber.”

Würdest du sagen, dass du jetzt glücklich bist?
“Auf jeden Fall glücklicher. Ich habe nicht mehr diese Unruhe. Ich kann mich ein bisschen mehr zurück lehnen. Ich bin glücklich verliebt. Ich habe keinen Kohle-Stress und ich habe einen Mops, den ich über alles liebe. Doch, eigentlich bin ich glücklich.”

Was machst du mit den ganzen Goldenen Schallplatten, die du bekommen hast?
“Die sind bei mir im Keller. Ich hänge mir die nicht auf. Die sind da abgestellt. In meiner Wohnung will ich die nicht sehen. Ich will nicht ständig daran erinnert werden, wann da jetzt die nächste Goldene hingehängt wird. So nach dem Motto: ‚Da gucke ich jetzt schon ziemlich lange drauf. Die sind ja schon ziemlich alt. Wann kommt denn die nächste?‘ (lacht).”

Womit wir wieder beim Druck wären.
“Ja, das ist genau der Punkt. Ich will das nicht alles mit nach Hause nehmen. Der höchste Preis, den man zahlt als Songschreiber ist, dass man schwer abschalten kann. Man trägt es immer mit sich herum. Man reimt nachts sinnlos weiter. Das ist die Kehrseite des Jobs.”

» 2003

Quelle:

scoolz.de

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"Ich schwimme mit dem Strom"



Bassist, Sänger, Songschreiber, Produzent: Der Hamburger Lukas Hilbert, gerade 30 Jahre alt geworden, besteht darauf, stets in seiner Muttersprache zu schreiben. "Nur in Deutsch kann ich wirklich etwas ausdrücken. Auf Englisch wäre es, als fehlte der elfte Mann in einer Fußballmannschaft."


Hits für Catterfeld, die Prinzen oder Oli P. gehen auf sein Konto



» Derzeit geht es der Tonträgerindustrie nicht gerade rosig. Hat sich dadurch im Verhältnis zwischen Künstler und Plattenfirma etwas geändert?

Es gab ja immer zwei Lager. Die einen sagten stets: "Die Plattenfirma hat Schuld." Die anderen arbeiteten mit den Firmen zusammen. Ich gehörte immer zur zweiten Gruppe. Ich meine, dass alle an den derzeitigen Problemen ihren Anteil haben. Wir sitzen alle in einem Boot, aber ich bin sicher, dass es irgendwie weitergeht. Ich kann optimistisch sein, weil ich mich darauf spezialisiert habe, deutsche Texte zu schreiben.

» Wo sehen Sie die Hauptprobleme der Musikbranche?

Das sind die kostenlosen Downloads aus dem Internet. Unter Kids ist es ja geradezu uncool, eine "normale" CD mit auf den Schulhof zu bringen und sich dann grinsend fragen zu lassen: "Was, du kaufst CDs?" Aber ich glaube, dass die soeben erfolgte Änderung des Urheberrechtsgesetzes der richtige Weg ist, und die Verbreitung der illegalen Downloads soll ja schon spürbar zurückgegangen sein. Ich gebe zu, dass ich als Künstler erst einmal die Scheuklappen aufsetze und einfach weitermache. Ich will Musik machen und bin kein Revoluzzer, der vorher die Branche umkrempeln will. Ich schwimme mit dem Strom mit. Ich bin so bescheuert.

» Was würden Sie als Künstler der Industrie raten?

Wir müssen zusammenrücken, gemeinsam handeln. Wir müssen uns schnell über eine gemeinsame Internetplattform verständigen. Wenn die Plattenfirmen das nicht hinkriegen, wäre es sehr schade. Und mein Wunsch wäre, nicht gegen die Firmen, sondern mit ihnen zu arbeiten. Meine "bescheidenen Hits" habe ich immer dank der Zusammenarbeit mit guten Leuten bei Plattenfirmen, mit guten Brainstormings und guter Kommunikation erreicht. Daher verstehe ich die Antihaltung mancher Kollegen nicht.

» Wie sollte denn die gemeinsame Internetplattform aussehen?

Das Schlüsselwort heißt komfortabel. Wenn ein Download komfortabel und legal möglich ist, wird das auch angenommen werden. Es gibt durchaus Leute, die in dieser Beziehung moralisch denken. Meinetwegen erst ab einem Alter von 20, aber immerhin. Die Leute werden auch bequem und finden es nicht mehr so wahnsinnig spannend, wenn sie im Internet nach einem Song suchen müssen.

» Wie stehen Sie zur Forderung nach einer Radioquote für deutsche Titel?

Ich bin absolut für die Quote. Als Verfechter der deutschen Sprache bin ich natürlich für die Präsenz deutscher Texte im Rundfunk, weil eben mit deutschen Texten der "elfte Mann" in der Fußballmannschaft nicht fehlt. Es klingt vielleicht seltsam, wenn ich sage, dass wir eine Verantwortung unserer eigenen Kultur gegenüber haben, und gleichzeitig "Big Brother" mache. Aber für mich ist eine Aussage wie "Liebst du mich oder liebst du mich nicht" völlig in Ordnung. Für mich ist auch Volksmusik Kultur.

» Wann standen Sie zuletzt als Livemusiker auf der Bühne?

Das war 2000 mit "Rette mich", einem Duett mit Peter Maffay in der Münchner Olympiahalle, in der Endphase unserer Gruppe Roh, als wir fast 600 Auftritte absolviert hatten. Ein ziemlich harter Lebensstil, von dem ich mich dann auch verabschiedet habe, um ins schreiberische Metier zu wechseln.

» Was war Ihr erster Erfolg als Texter?

Es begann mit Lindenberg. Ich schrieb mit Udo den einen oder anderen Text, zunächst 1990 für "Ich will dich haben", immerhin ein Gold-Album. Aber mein erster eigener Erfolg wurde dann 1995 der Text von "Du musst ein Schwein sein" von den Prinzen. Ich trennte mich von Lindenberg, weil ich kein Clan-Kind werden wollte, und hatte den nächsten Erfolg 1996 mit "Blümchen" und "Bumerang".

» Wie erklären Sie sich, dass Sie von Anfang an bei Kollegen und in der Branche so gut angekommen sind?

Vielleicht weil ich besonders jung war und gleichzeitig das Handwerk schon einigermaßen beherrschte. Vielleicht war es auch ein wenig der Hip-Faktor, keine Ahnung. Außerdem hatte ich mich schon früh auf deutsche Texte spezialisiert.

» Haben Sie als Texter ein Vorbild?

Rio Reiser - wegen seiner direkten Sprache.

» Welche Songs, welche Arbeiten haben Ihnen bisher am meisten Spaß gemacht?

Es mag paradox klingen, aber die Sachen für die "Big Brother"-Show. Es war wie ein Spiel, für welches das Leben die Regeln vorgab. Es war sehr interessant und fruchtbar, weil ich eben auch mit kompetenten Leuten wie Volker Neumüller von der beteiligten Plattenfirma Sony Music zusammenarbeiten konnte. Gute Briefings, gute Kommunikation, es war wie eine Family. Und das "X"-Album mit Peter Maffay hat unheimlich Spaß gemacht, weil ich mich da lyrisch zum ersten Mal total austoben konnte.

» Gibt es einen Interpreten, eine Sängerin, einen Traumkünstler, für den Sie gern einmal texten würden?

Herbert Grönemeyer. Wenn der mal einen Text von mir singen würde, wäre es ein Kompliment.

» Welchen Song hätten Sie selbst gern geschrieben?

"König von Deutschland" von Rio Reiser. Weil Rio stets mit kleinen Bildern große Poesie machte und weil er so direkt war.

» Welche CD haben Sie sich zuletzt gekauft?

Musik zu Hause zu hören, ist bei mir ein bisschen selten geworden. Ich mochte zuletzt die Eels sehr gern, aber da ich fast den ganzen Tag selbst Musik mache, höre ich nur sehr wenig. Aber ich sehe ständig MTV und Viva, um am Puls der Aktualität zu bleiben.

» Haben Sie ein Lebensmotto?

Möglichst immer der Erste sein, früh am Ball, früh dabei sein. Als Erster in Deutschland wach sein.

Das Gespräch führte Werner Theurich 19.09.2003

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deutschrockbands.de:

"Hart aber herzlich"



Als du uns letztes Jahr ein Interview gegeben hast, meintest Du, dass es gut sein kann, dass Du dich noch mal breitschlagen lässt, eine eigene Single zu veröffentlichen. Nun ist es geschehen. Wie kam es dazu?

Ich habe viele persönliche Songs geschrieben und deswegen muss ich die einfach selber singen. Es ist doch lächerlich wenn die Andere Singen. Außerdem will ich demnächst wieder live spielen.

Stimmt es, dass es das volle Programm geben wird, also Tour, Album etc…?

Ja. Ein Album wird es erst mal geben. Tour wird es geben, wenn ich merke, dass es Leute gibt, die es hören und sehen wollen. Das muss sich jetzt erst mal entwickeln. Und wenn es sich lohnt auf Tour zu gehen, werde ich das machen.

Die Single „Was ich an dir mag“ ist im Trend auf Platz 34. Was sagst du dazu?

Das ist super, weil wir kein Video gemacht haben und kein Viva und Mtv haben. Bis jetzt nur eine Fernsehsendung. Ich bin super zufrieden. Außerdem schleiche ich mich gern von hinten an.

Wird es auf dem Album auch Songtexte wie „Geil“, „Ich würd` mich ficken“, oder „Am Liebsten“ geben, die von Selbstverliebtheit handeln oder eher nur Texte über die Liebe???

Nööööö es wird auch andere Texte geben. Also es gibt immer verschiedene Phasen, die man durchlebt. Es gibt auch viele Lovesongs aber es gibt auch lustige Songs und einen Song über meinen Hund und einen über Himmel und Hölle. Da wird sich auch noch vieles entwickeln

Ich hab auch gehört, dass es einen Weihnachtssong geben wird, der ziemlich fett werden soll.

Ja genau, der kommt Ende des Jahres raus.
Den Titel werde ich aber noch nicht verraten (Lukas lacht)

Können wir bei dem Titel verstehen

Letztes Jahr hast du noch aus Spaß gesagt: „die drei Fans die ich habe“. Mittlerweile sind es ja auch deutlich mehr geworden. Wie gehst du mit dem Rummel um deine Person um?


Also das sind ja nun keine Fans. Das sind erst mal Leute die einen erkennen. Fans muss man sich hart erarbeiten. Das wird sich jetzt entwickeln. Das ist jetzt erst mal eine polarisierende Angelegenheit mit Popstars. Es gibt viele, die mich als Arschloch betiteln und es gibt viele Leute, die es auf der anderen Seite gut finden, dass ich ehrlich bin und direkt.

Wie gehst du damit um, wenn jemand denkt, dass du ein Arschloch bist?

Es ist mir deswegen egal, weil ich nicht darauf ziele Jedem zu gefallen. Wenn ich darauf zielen würde, dann würde es mich wahrscheinlich nerven, dass jeder zu mir Aschloch sagt. Neid muss man sich hart erarbeiten.

Eine ROH Platte wie z.B „Rohmantisch“ wird derzeit bei Ebay um die 27 Euro gehandelt. Hältst Du das aus deiner Sicht gerechtfertigt. ??

Find ich zu billig für die Platte.

Noch mal zu Deinem aktuellen Song. Wie kam der Text überhaupt Zustande? Erzähl mal ein bisschen dazu!

„Was ich an dir mag“ ist eigentlich ein Song für meine Ex Freundin. Er handelt eigentlich von Schönheitsidealen, dass viele Menschen sich selber nicht leiden können und Probleme haben andere zu lieben. Davon handelt eigentlich der Text.

Wie sind Deine Erfahrungen als Popstars Jury Mitglied? Nervt es ab und zu oder macht es eher Spaß?

Nein es hat super Spaß gemacht. Weil die Entwicklung weiter geht und die Band immer konkreter wird und dass wir feststellen müssen, dass wir eine extrem gute Band haben, die alles andere in den Schatten stellt, was bei Casting-Shows je stattgefunden hat.

Das heißt du bist ein Fan von Casting-Shows ??

Im Moment gibt es ja keine andere Möglichkeit. Die Künstler gehen zu Casting-Shows, weil Sie zu Plattenfirmen nicht mehr gehen können, weil die Firmen kein Geld mehr haben. Das ist die einzige Möglichkeit. Ich hab da nix gegen, das ist auch eine Möglichkeit Musik zu machen.

Du arbeitest derzeit auch wieder mit Maffay zusammen.
Was erwartet uns da. Vielleicht wieder ein Duett ???


Ich schreib die Texte und produziere die mit ihm zusammen. Ich bin da nur im Hintergrund tätig.

Du setzt dich auch für die Hamburger Tafel ein und hast wenn ich mich nicht irre beim Loungepaket Sampler, den Harry vom Luett´n Grill herausgebracht hat mitgewirkt. Hier gehen ja alle Einnahmen an die Tafel. Wie kam es dazu ???

Ähhhh Harry ist um die Ecke. Ich hab da eigentlich nichts gemacht. Ich wollte was Mastern und hab es weitergeleitet. Ich hab da eigentlich nichts gemacht und hab mich da auch kaum eingesetzt wenn ich ehrlich bin (Lukas lacht).

Du hättest es gern gemacht wenn du Zeit hättest?

Ich hätte es auf jeden Fall gemacht. Es hat sich aber ein wenig verlaufen.

Also Harry ist schon ein Tipp wo man essen gehen kann.

Harry ist der beste Imbiss in Deutschland würde ich sagen.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Hart aber herzlich.

Das letzte Wort an deine Fans?

Kauft die Platte ( lacht ) und kommt zu meinen Konzerten damit ich `ne Tour machen kann. Ich will live spielen, das wird Spaß machen. Das ist das was ich möchte. Ich möchte vor ganz vielen Menschen spielen. Das ist mein Traum.

Dann hoffen wir, dass Dein Traum in Erfüllung geht!

Danke Stefan


» 27.10.2004
©   Lizy Darko© ·     Februar 2003 - 2008     ·      myspace.com/ROHmantik